Glossar

Anämie

Blutmangel durch Verminderung der Konzentration des roten Blutfarbstoffs und/oder Verminderung der Anzahl der roten Blutkörperchen. Kann zu einer Minderversorgung des Körpers mit Sauerstoff führen.

Autoantikörper

Abwehrstoffe, die gegen körpereigene Zellen oder Gewebe gerichtet sind.

Autoimmunerkrankungen

Erkrankungen, bei denen das eigene Immunsystem körpereigenes Gewebe schädigt.

Blutplättchen

Siehe „Thrombozyten“

Differentialdiagnosen

Krankheiten, die zu einem ähnlichen Beschwerdebild führen und als Ursache für dieses Beschwerdebild in Frage kommen könnten.

EDTA-Thrombozytopenie

Siehe Pseudothrombozytopenie

Evans-Syndrom

Sehr seltene Erkrankung, bei dem das eigene Immunsystem die roten Blutkörperchen und die Blutplättchen zerstört.

Hämangiom

Überschießende Neubildung von Blutgefäßen (umgangssprachlich auch „Blutschwämmchen“ genannt).

Hämatologische Systemerkrankungen

Erkrankungen des Blutes oder der blutbildenden Organe

Hämolytisch urämisches Syndrom

Seltene Erkrankung, die meist im Säuglings- und Kleinkindalter auftritt und die neben einer Verminderung der Thrombozytenzahl durch eine Blutarmut und ein akutes Nierenversagen gekennzeichnet ist.

Heparin-induzierte Thrombozytopenie

Heparine sind Medikamente, die zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt werden. Unter der Gabe kann es zu einer Verringerung der Thrombozyten kommen. Man spricht dann von einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie.

Hereditäre Thrombozytopenie

Angeborener Thrombozytenmangel

Idiopathische Thrombozytopenische Purpura

Siehe „Immunthrombozytopenie

Immunthrombozytopenie

Erkrankung, bei der das körpereigene Abwehrsystem die für die Blutgerinnung wichtigen Blutplättchen irrtümlich als „fremd“ erkennt und abbaut. Dadurch entsteht ein Mangel an Thrombozyten, der zu einer erhöhten Blutungsneigung führt. Die Erkrankung wird auch nach ihrem ‚Erstbeschreiber‘, dem Arzt Paul Gottlieb Werlhof (1699-1767), als „Werlhofsche Erkrankung“ oder „Morbus Werlhof" bezeichnet.

Immunsystem

Das Immunsystem stellt das Abwehrsystem des Menschen dar, das den Körper auf vielfältige Weise vor Krankheitserregern wie Viren, Bakterien oder Pilzen schützt. Es besteht aus einer Vielzahl von Organen, Zellen und Molekülen, die in komplexer Weise miteinander einen hocheffektiven Schutz des Körpers vor schädlichen Einflüssen von außen bilden.

ITP

Siehe „Immunthrombozytopenie

Lymphom

Lymphome sind Lymphknotenvergrößerungen, deren Ursache verschiedene Krankheiten sein können. Dabei unterscheidet man gutartige und bösartige Lymphome.

Morbus Werlhof

Siehe „Immunthrombozytopenie

Petechien

Winzige, flohstichartige Flecken, die durch Blutungen in kleinsten Blutgefäßen verursacht werden.

Posttransfusionelle Purpura

Seltene Erkrankung, bei der es 2 bis 12 Tage nach Gabe von Blutprodukten zu einer deutlichen Verringerung der Thrombozyten und einer erhöhten Blutungsneigung kommt. Davon betroffen sind überwiegend Frauen.

Pseudothrombozytopenie

Im Labortest wird fälschlicherweise eine Verminderung der Thrombozytenzahl festgestellt, obwohl die tatsächliche Thrombozytenzahl beim Patienten im Normalbereich liegt.

Sarkoidose

Bindegewebserkrankung mit knötchenartigen Gewebeneubildungen (Granulomen), die durch eine verstärkte Aktivierung des Immunsystems in den betroffenen Organen hervorgerufen wird. Betroffene Organe sind vor allem Lymphknoten und Lunge.

Schwangerschaftsassoziierte Thrombozytopenie

Verringerung der Thrombozytenzahl im letzten Drittel der Schwangerschaft. Tritt bei 6-8% aller Schwangeren auf. Ist in der Regel komplikationslos und verschwindet nach der Geburt wieder von selbst.

Thrombotisch thrombozytopenische Purpura

Seltene Erkrankung, bei der es durch eine überschießende Aktivierung der Gerinnung zu einem starken Verbrauch an Blutplättchen und roten Blutkörperchen kommt. In der Folge kommt es zu einem Mangel an Thrombozyten und zur Blutarmut. Durch die entstehenden Thromben kann es zu einer Minderdurchblutung von Gehirnarealen und damit verbundenen Störungen kommen.

Verbrauchskoagulopathie

Blutgerinnungsstörung, bei der es zu einer plötzlichen Aktivierung der Gerinnung innerhalb der Blutgefäße kommt. Durch den gesteigerten Verbrauch kommt es in der Folge zu einem Mangel an Gerinnungsfaktoren und Thrombozyten.

Virustatika-induzierte Thrombozytopenie

Virustatika sind Medikamente, die die Vermehrung von Viren hemmen. Unter der Einnahme kann es zu einer Verringerung der Thrombozyten kommen.

Werlhofsche Erkrankung

Siehe „Immunthrombozytopenie

Zytostatika-induzierte Thrombozytopenie

Zytostatika sind Medikamente, die die Zellteilung hemmen. Unter der Gabe kann es zu einer Verringerung der Thrombozyten kommen.

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