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Entfernung der Milz (Splenektomie)


Die operative Entfernung der Milz (Splenektomie) ist eine Behandlungsoption bei Patienten mit chronischer ITP, die auf die Standardtherapien nicht genügend ansprechen und bei denen es immer wieder zu schweren Blutungen kommt. Durch die Entfernung der Milz, dem Organ, in dem die Thrombozyten hauptsächlich abgebaut werden, können die Thrombozytenzahlen angehoben werden.

In ca. zwei Drittel der Fälle besteht dadurch die Möglichkeit, eine dauerhafte komplette Heilung zu erzielen. Die Entscheidung für eine Splenektomie muss sorgfältig abgewogen werden. Da die Milz eine wichtige Funktion im Abwehrsystem (Immunsystem) des Menschen hat, besteht bei der Splenektomie, neben dem generellen Operationsrisiko, eine lebenslang erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infektionen. Deshalb sollten vor dem geplanten Eingriff, in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt, notwendige Impfungen durchgeführt werden, vor allem gegen Erreger von schweren Lungen- oder Hirnhautentzündungen wie Pneumokokken, Meningokokken oder Haemophilus influenzae b.

Für Kinder kommt diese Behandlungsform nach den aktuellen Empfehlungen der Leitlinien allerdings nicht mehr in Frage (internationale Leitlinen).

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